Introduzione
Volendo rilevare che il suo umorismo
non aveva un rapporto diretto con il suo soggiorno in
Germania, Pirandello teneva anzi a sottolineare che in
quel paese, anzi, aveva scritto poesie di altro tono e
altra ispirazione. Si trattava della raccolta intitolata
Pasqua di Gea, pubblicata a Milano nel 1891, ma
effettivamente scritta a Bonn tra il 1889 e il 1890 e
dedicata a Jenny Schulz-Lander, una giovane tedesca
amata dallo studente Pirandello nel periodo del suo
soggiorno nella città tedesca. Pasqua di Gea è il titolo
della raccolta: e infatti Pirandello intende cantare,
anche con intenzione polemica, non già la Pasqua
cristiana, bensì quella della Terra, dell'antica madre
Gea per cui la Natura risorge in primavera. Come dire
che Primavera e Amore si ridestano manifestandosi in un
irrefrenabile impeto di vita.
A JENNY SCHULZ-LANDER
Meine liebe, süsse Freundin,
Bevor ich Rom verlassen habe, begrüsste ich noch in meinem letzen Gesange die Venus des Frühling’s. Die schöne Göttin besuchte mich und brachte mir viele frische Rosen. Ich schlief und träumte vielleicht von Liebe; in neckiseher Art weckte mich die Göttin und lachte laut über das plumpe Erwachen eines Sterblichen. Als sie mich, nachdem ich viele schöne Wunder geseh’n verliess, wandte sie sich in der Ferne noch einmal nach mir um, und rief mir Zu: « Besinge mir das Erwachen der Erde! »
... Cantami la sacra
Pasqua di Gea.
Nun gut! in dieses wunderschöne Rheinland gekommen, füchte ich von neuen auf den durch die Liebkosungen der Aprillüfte vom winterlichen Schlafe erwachenden Flächen irrend, ein Ungestüm neuen Lebens vom Herzen zum Gehirn steigen und mich trunken machen. Und vom Herzen und vom Gehirn, wie die Blumen von der Erde, brachen Gefühle und Gedanken hervor, und in jedem Gefühle, jedem Gedanken ein Gedicht. Nicht anders, glaube ich, fühlten auch die seligen Poeten der Provence, die zuerst die tiefen nächtlichen Schatten des Mittelalter’s abscüttelten und zur Liebe und Freude der Natur erwachten. Zur rechten Zeit dachte ich an den Befehl der Göttin, und der natürlichen Macht nachgebend, weshalb ja auch die Blumen duften und Vögel singen, begann ich dieses Gedicht des Frühling’s.
Meine süsse Freundin, keinem Andern, wie Dir, könnte ich es widwen. Nimm es hin in Erinnerung dieser unvergesslichen Stunden, in Erinnerung eines ita1ienischen Dichter’s, der, wo er auch sein Mag, immer Heimweh füchlen wird nach diesem schönen Land. An Deinem Lobe nur wird er sich freuen können, und auch kein anderes suchen und wünschen.
Bonn am Rhein, 1820.
Quan lo rius de la fontana
s’eclarzis, si cum far sol,
e par la nors aiglentina
el rossignoletz el ram
volf e refraing et aplana
son dous chantar et afina.
dreitz es qu’eu lo meu refraigna.
JAUFRE RUDEL